Herausforderungen: Raumgestaltung von langen Fluren

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Langer Flur Farbenplan

Die Herausforderung besteht darin, lange Flure freundlich und sympathisch zu gestalten. Diese Woche war ich in einem Bürogebäude eines mittelständischen Unternehmens in München unterwegs. Dort bin ich ein- bis zweimal im Jahr. Die weißen Flure waren inzwischen neu gestrichen. Doch ich habe mich seltsam gefühlt. In allen Etagen sehen die Flure gleich aus. Nur der Blick vom Treppenhaus nach draußen verrät, in welchem Stockwerk ich gerade bin. Die Beleuchtung in den Büros und Fluren ist total veraltet und damit unwirtschaftlich.

Es gibt wohl schon seit einer Weile die Diskussion über die Raumqualität eines Büros. Dieses wurde mir gezeigt. Die Rollos waren an diesem regnerischen Mittag komplett heruntergezogen, damit die Mitarbeiterinnen überhaupt am Bildschirm arbeiten können. Ich persönlich bin über die Qualität der Arbeitsplätze entsetzt. Doch heute schreibe ich über die Raumgestaltung der Büroflure.

Analyse Büroflur und Bürogebäude

Doch wie beginnen Sie? In diesem Blogbeitrag lesen Sie die Analyse und die Vorgehensweise:

  1. Warum wirken lange Gänge unsympathisch oder seltsam?
  2. Wie gehen Sie schrittweise an die Gestaltung heran?

Die 6 Probleme der Raumgestaltung sehr langer Flure:

  1. Alles sieht gleich aus
  2. Die Monotonie in der Raumgestaltung
  3. Das Finden
  4. Die Dunkelheit
  5. Unbelebte Ecken und Flur-Bereiche
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Langer Flur eintönig in schwarz weiß

1. Alles sieht gleich aus

Das kennen Sie sicher auch. Sie gehen durch einen langen Flur in einem Bürogebäude. Alles sieht gleich aus: viele Türen, die meist weißen Wände und mehrere Flure über fünf oder mehr Etagen. Sie wissen gar nicht, wo Sie sich nun genau befinden. Wo bin ich hier gelandet? Und Sie suchen weiter nach dem Büro, zu dem Sie hin wollen.

2. Die Monotonie in der Raumgestaltung

Lange Flure sind nur deshalb langweilig, weil sie sehr oft eintönig und monoton gestaltet sind: Ein grauer Teppichboden mit weißer Wand und Türen soweit das Auge reicht. Wer kennt das nicht? Gerade diese Gleichheit macht den Gang so fürchterlich lang, denn es fehlt die natürliche Abwechslung.

3. Das Finden

Richtig anstrengend wird es, den Ansprechpartner in einer unbekannten Firma zu finden, der hinter einer der vielen Bürotüren sitzt. Sie lesen das Schild neben jeder Türe, dessen Beschriftung auch noch für Ihre Augen ein wenig zu klein geschrieben ist. Ungeduld und Verunsicherung machen sich breit.

4. Die Dunkelheit

Lange Gänge bekommen meistens zu wenig Tageslicht. Deshalb wird die künstliche Beleuchtung auch tagsüber eingeschaltet. Wenn Räume zu schlecht beleuchtet sind, macht sich bei allen Raumnutzern als Folge des fehlenden Lichts Verunsicherung breit. Ein geplantes und umgesetztes Beleuchtungskonzept bringt eine freundliche und sympathische Raumstimmung in lange Gänge.

5. Unbelebte Ecken und Flur-Bereiche

Die sogenannten „toten Ecken“ entstehen in Bereichen, die kaum genutzt werden. Meist sind diese relativ dunkel und es sammelt sich mit der Zeit so allerlei Überflüssiges an. Die Energie stagniert in diesem Flurbereich. Eine Wiederbelebung mit Farben und Licht bringt eine deutliche Veränderung.

6. Die Verunsicherung

Letztendlich verunsichern die oben beschriebenen Aspekte in langen Gängen Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter. Die Raumatmosphäre wird durch diese Eintönigkeit und Gleichheit als bedrückend empfunden. Sie können sich sicher vorstellen, wie sich die beschriebene Verunsicherung auf die Kaufbereitschaft oder auf eine Vertragsunterzeichnung auswirkt.

Herangehensweise an die Raumgestaltung langer und schmaler Räume

Lange und schmale Räume sind anspruchsvoll zu gestalten. Doch Schritt für Schritt gelingt das leicht:

1. Bestandsaufnahme

Als ersten Schritt beginne ich mit einer Bestandsaufnahme vor Ort. Welche Raumarchitektur finde ich vor? Was soll bleiben, was darf gehen? Dies finde ich in der Besichtigung und Gesprächen mit Kunden und Mitarbeitern heraus.

Ohne eine gute Bestandsaufnahme wird sich an der Raumatmosphäre nur wenig ändern.

2. Planungsphase

Im Anschluss wird das Farbleitsystem geplant. Die Inszenierung des Bürogebäudes mit Material, Farben und Licht betrachtet folgende Aspekte:

  • Nutzung der unterschiedlichen Zonen
  • Anforderungen an die Bodenbeläge
  • Welche Farbtöne eignen sich als Wandfarben?
  • Veränderung der Raumproportionen durch eine bewusste Deckengestaltung
  • Wirtschaftliche Beleuchtung
  • Beschilderung und Beschriftung der Räume, wie Büros, Besprechungszimmer, Sanitär

3. Umsetzungs Phase des Farkkonzeptes

Nach der Planung der Neugestaltung erfolgt die Umsetzung des Farbenplanes:

  • Vorstellung und Besprechung des Farbenplanes mit dem Kunden
  • Die Angebote für die geplanten Gewerke einholen
  • Die Zeiten planen, zu denen der Gang möglichst schonend für Betriebsablauf und Mitarbeiter renoviert und neu gestaltet werden kann
  • Jetzt kann es mit der Renovierung losgehen

 4. Nach der Bürorenovierung

Ich erlebe bei meinen Kunden immer wieder Freude, Stolz und Dankbarkeit, wenn die Flure und Büroräume in neuem Glanz erscheinen.

 Zusammenfassung

Wenn es überall im Bürogebäude gleich aussieht, können sich Kunden, Geschäftspartner oder auch Mitarbeiter nur schlecht orientieren. Die Raumatmosphäre wird von einer harmonischen und abwechslungsreichen Zusammenstellung der Bodenbeläge, Wandfarben und der Decke geprägt.

Eine gute und wirtschaftliche Beleuchtung lässt auch wenig belebte Bereiche in gutem Licht erstrahlen. So verschwindet die Verunsicherung, das Vertrauen und die Kaufbereitschaft von Kunden wächst, damit eine Vertragsunterzeichnung schneller klappt.

Schritt für Schritt kommen Sie mit einer Analyse, Licht- und Farbenplanung und der zügigen Renovierung ganz leicht zu schönen langen Gängen.

Erfahren Sie mehr zum Thema Bürogestaltung im Webinar:

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